Wie man wunderbare Filmwelten kreiert

Interview mit Sergi Estebanell & Alina Stockinger 

ROTE NASEN International (RNI) lädt regelmäßig renommierte Experten in die  Internationalen Schule des Humors (ISH) ein, um ihre Expertise an unsere Künstler weiterzugeben.

Diesmal halten Sergi Estebanell, der künstlerische Leiter von Pallapupas (eine Spitalsclownorganisation in Barcelona) und Alina Stockinger, eine Performancekünstlerin, den Workshop "Wie man wunderbare Filmwelten kreiert".

in unserer ISH. Fantasie und Vorstellungskraft sind wichtige Werkzeuge in ihren Workshops - um Geschichten zu erfinden, zu verändern und an die spontanen Einfälle der Kinder anzupassen.

Obwohl die beiden Trainer unterschiedliche, künstlerische Hintergründe mitbringen, haben sie einen erfolgreichen Workshop geschaffen, in dem jeder unserer Teilnehmer lernt, wie man in normalen Umgebungen magische Welten für kleine und große Patienten erschafft.

Obwohl das Interview kurz vor ihrem Workshop stattfinden, sind Sergi und Alina sehr entspannt. Sie vervollständigen oft gegenseitig die Sätze des anderen, ein Zeichen, dass sie sich gut kennen und dass sie ein perfekt eingespieltes Team sind.

Photo credit: Nikos Anagnostopoulos

ROTE NASEN International (RNI): Sagen Sie uns also, worum geht es in dem Workshop und was möchten Sie den Teilnehmern beibringen?

Sergi (S): Alina darf ich anfangen? Unser Workshop heißt "Wie man wunderbare Welten des Films schafft". Ich will den Teilnehmern beibringen, wie man Geschichten in Krankenhäusern kreiert. Der Schauspieler muss sich dabei immer bewusst sein, wie er sich in der Rolle des Clowns verwandeln kann, um nicht nur EIN Clown zu sein, sondern mehrere Charakteren innezuhaben. Also arbeiten wir daran, die Körperlichkeit unserer Charaktere zu verändern, unsere Stimmen zu verändern, unsere Emotionen zu verändern, es ist wirklich eine herausforderne Arbeit.

Alina (A): Das ist der Sergis Ansatz. Er betont, dass es bei einer Clownvisite nicht um den Künstler geht. Ganz im Gegenteil. Der Künstler steht die ganze Zeit im Dienst der Geschichte. Die Geschichte fließt und wächst mit dem Künstler, aber sie sollten niemals danach suchen, Aufmerksamkeit zu erhaschen.

RNI: Sehr Faszinierend. Wie hilft das den Kindern bei einer Clownvisite?

S: Es ist so: Während die Geschichte wächst und ihrer natürlichen Entwicklung folgt, entsteht Magie. Jeder Künstler sollte sich bemühen, ein Werkzeug in der Hand der Eltern und der Kinder zu hinterlassen. Nein - lassen Sie mich das anders formulieren – etwas dauerhaft in ihre Hände zu geben. Diese Kraft gewährt ihnen die Möglichkeit, jeden gewöhnlichen Moment in etwas Außergewöhnliches, etwas Verspieltes zu verwandeln.

RNI: Die Geschichte ist immer wichtig. Wie stellen Sie sicher, dass der Clown bereit ist, all diese Verantwortung zu bewältigen?

A: Die Künstler sind die Triebfedern bei der Erstellung der Geschichte. Sie spielen eine doppelte Rolle sowohl die des Schöpfers als auch die des Regisseurs. Um dies zu erreichen, müssen sich die Künstler in jedem Moment sowohl mit den Gefühlen im Raum als auch der Empfänglichkeit ihres Publikums bewusst sein. Dort fängt mein Part an.

Ich kümmere mich um die Entwicklung des körperlichen und vokalen Trainings eines jedes Teilnehmers. Um in ihrer Arbeit effektiv zu sein, müssen die Künstler für jede Person, der sie begegnen, präsent und verfügbar sein.

S: Alina, du hast recht! In meinen Workshops bleibt meine Philosophie immer gleich. Um sich mit anderen zu verbinden, müssen sie selbst das richtige Mindset haben. Es gibt drei wichtige Teile in einem selbst, die verbunden sein müssen: dein Herz, dein Verstand und dein Körper. Wenn die drei im Einklang sind, dann kannst du spielen.

RNI: Wie hat sich diese Philosophie entwickelt? Wie hilft es in deiner eigenen Clownarbeit?

S: Beruflich kombiniere ich sehr viel Theaterarbeit mit Street Performance. Je nachdem wie das Publikum dich wahrnimmt, lebst du auf oder stirbst du, bei jeder einzelnen Aufführung. Der Clown ist für mich der am besten verbundenste und reflektierteste aller Kunstformen überhaupt. Als künstlerischer Leiter von Pallapupas merke ich das am besten, wenn ich meine eigenen Clowns bei ihnen Spitalsbesuchen sehe.

A: Was Sergi versucht zu sagen, ist, dass wenn man ein Clown ist, lehrt einem das einen anderen Weg um mit Menschen in Verbindung zu treten. Es geht mehr darum, Emotionen zu empfangen, Informationen zu empfangen und zu verstehen, wie man mit diesen Signalen produktiv und humorvoll umgeht.

RNI: Zusammengefasst in einem Satz, was bedeutet es, ein Clown zu sein? Was wäre das?

A: Für mich ist der Clown ein Teil von dir selbst, der es liebt, mit seiner eigenen Persönlichkeit zu spielen.

S: Ich mag Alinas Antwort, aber ich habe meine eigenen Satz. Der Clown ist kein Charakter, es ist eine Lebenseinstellung. Es ist eine Art, die Welt zu akzeptieren und einfach nur zu sein.

RNI: Vielen Dank für das Interview!

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