Lachen ist ein universelles Bedürfnis. Erst recht für Menschen in gesundheitlichen Krisensituationen. ROTE NASEN International, die Dachorganisation der ROTE NASEN in 8 Ländern versucht mit einer Vielzahl von Projekten, die Clownarbeit in medizinischen Einrichtungen in aller Welt zu fördern.
Seit Anfang 2011 arbeiten ROTE NASEN Clowndoctors International wieder an einem ganz besonderen Projekt, das bereits im Jahre 2005 begann: Das INAD Center for Theater and Arts in Beit Jala (Palästinensische Autonomiegebiete) hatte damals ROTE NASEN International um Hilfe gebeten:
Unter dem Programmtitel „Dr. Clown“ wollten Künstler des Theaters Kindern Lachen und Lebensfreude ans Krankenbett bringen. Denn auch in den Palästinensischen Autonomiegebieten werden gut geschulte Clowndoctoren dringend gebraucht.
Die medizinische Versorgung ist vielerorts noch nicht ausreichend. Darüber hinaus sind die Kinder oft ganz alleine in den Krankenhäusern, da ihre Familien sie nicht besuchen können, was das Gesundwerden der jungen Patienten erschwert.
Bereits 2005 fanden erste Auditions und Workshops für das Programm unter der Schirmherrschaft von ROTE NASEN Clowndoctors International statt. Leider zwang die damalige schwierige politische und finanzielle Situation, dieses Projekt vorübergehend auf Eis zu legen.
Doch letztes Jahr konnte ROTE NASEN International mit der Hilfe der EU und des „OPEC Fund for International Development“ endlich die wichtigen finanziellen Ressourcen sichern, um das Projekt wieder aufzunehmen.
Für Giora Seeliger, künstlerischer Leiter von ROTE NASEN Clowndoctors International und Leiter der Internationalen Schule für Humor (ISH) ist das Projekt von doppeltem Nutzen: „Das Projekt kommt mit den künftigen palästinensischen Clowndoctors nicht nur den kranken Patientinnen und Patienten in Beit Jala und Umgebung zugute, es fördert mit seinem universellen Ansatz darüber hinaus Weltoffenheit und Toleranz. Denn Lachen ist für alle da“, ist er überzeugt.
So reisten von 8. bis 22. Februar 2011 Gary Edwards (künstlerischer Leiter von ROTE NASEN in CZ und SK) und Martin Kotal (stv. künstlerischer Leiter Österreich) nach Beit Jala, um in einer erneuten sehr intensiven Audition aus 19 palästinensischen und jordanischen Bewerbern zehn junge KünstlerInnen für eine weitere Zusammenarbeit auszuwählen.
Im anschließenden Workshop wurden auch die zwei ROTE NASEN Trainer vor neue, aber bereichernde Herausforderungen gestellt, denn die Kunst und auch der Humor sind im arabischen Kulturkreis gänzlich anders.
Die zehn ausgewählten KünstlerInnen werden von 25. Mai bis 8. Juni 2011 nach Wien eingeladen um in weiteren Workshops im ROTE NASEN Trainingszentrum (ISH) ihre clownesken und musikalischen Fertigkeiten zu vertiefen.
Für tiefere Einblicke in die Praxis und zum Erfahrungsaustausch sind Besuche in Spitälern in Österreich, Tschechien und der Slowakei geplant. Ihre ersten Einsätze werden die neuen „Dr. Clowns“ im Caritas Baby Hospital und im Al Hussein Government Hospital in Beit Jala haben.
Presseinformationen und Foto-Downloads unter: http://www.rotenaseninternational.com/presse/pressefotosdownloads/programm-dr-clown/
Für Rückfragen stehe ich sehr gerne zur Verfügung!
Bina Köppl
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